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Was ist medizinische Hypnose

Als Heilmethode ist Hypnose so alt wie die Menschheit, soweit wir schriftliche Kunde oder künsterlische Abbildungen dazu haben. Man findet sie in allen Kulturen.

Sie war früher, wie die ganze Medizin, eingebunden in Kultus und Religion (Trancetänze, schamanistische Rituale, Tempelschlaf usw.) So wie sie heute im medizinisch-psychotherapeutischen Kontext praktiziert wird, entspricht sie ihrem Wesen nach einer wissenschaftlich fundierten Methode. Sie verbindet sich mit den neuesten Erkenntnissen aus Neurophysiologie und Psychologie, Psychiatrie, Kybernetik, Lerntheorie und Verhaltenstherapie, sowie der Theorie und Technik der Kommunikation – ohne damit ihren Anspruch auf eine jeweils individuelle und humane Begegnungsweise von Mensch zu Mensch aufzugeben.

Hypnose ist heute in erster Linie eine Kunst der Kommunikation, die rasche und in die Tiefe gehende Arbeit im Erleben des Patienten erlaubt. Der Patient hat die Möglichkeit, während der Sitzung in Trance selbst zu experimentieren, Zugang zu den Ressourcen seines Unbewussten zu finden oder die Bedeutung umzuwandeln (Refraiming die er seinen psychischen und/oder somatischen Symptomen zumisst.)

Medizinische Hypnose wird praktiziert mit absolutem Respekt vor dem Patienten, vor seinem Widerstand, vor seinen Überzeugungen; es ist der Therapeut, der sich dem Patienten anpasst, nicht umgekehrt. Therapeut und Patient gehen gemeinsam auf die Suche nach dem ureigenen Wissen des Patienten.

« Es gibt Dinge, die du weisst, ohne zu wissen, dass du sie weisst. » – Milton Erickson